28.10.2018

EU-Generaldirektor Johannes Laitenberger spricht am 30. Oktober 2018 zu "Europa im Wettbewerb"

Johannes Laitenberger

Die überparteiliche Europa-Union im Göttinger Kreisverband lädt zu einem öffentlichen "Europagespräch" am Dienstag, den 30. Oktober 2018, 19 Uhr, in die historische Halle des Alten Rathauses in Göttingen, Markt 9, ein. Zu dem Thema „Europa im Wettbewerb“ spricht der Generaldirektor der Direktion Wettbewerb Johannes Laitenberger aus Brüssel.

Der 1964 in Hamburg geborene Laitenberger war bereits während seiner Jugend in Portugal politisch aktiv und engagierte sich parallel zu seinem rechtswissenschaftlichen Studium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als stellvertretender Vorsitzender eines europäischen Hochschulverbandes. Schon früh wandte sich der promovierte Jurist beruflich einer Tätigkeit für die Kommission der Europäischen Union zu. So wurde er nach Beschäftigungen bei einer Anwaltskanzlei (1995) und einem Industrieverband (1996) nach einem Allgemeinen Auswahlverfahren 1996 als EU-Beamter in das Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union in Brüssel (Belgien) berufen. 1999 wechselte er in die Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission, 1999 in das Kabinett der luxemburgischen Kommissarin Viviane Redding. Unter Kommissionspräsident Baroso wurde der Referent schließlich erst Pressesprecher und dann Kabinettschef, um 2014 in einem Auswahlverfahren erst zum stv. Generaldirektor und dann im Juni 2015 zum Generaldirektor der Generaldirektion Wettbewerb ernannt zu werden. Die 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Generaldirektion Wettbewerb haben die Aufgabe, im Namen der EU-Kommission die EU-Wettbewerbsvorschriften des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union durchzusetzen.

Kommissionspräsident Juncker hat im Rahmen seines kürzlichen Washington-Besuchs mit dem US-Präsidenten D. Trump, der die EU schon einmal schnell als „Feind“ bezeichnet, für eine zeitweise Deeskalation des Konflikts um Strafzölle gesorgt. Was aber ist zu tun, um Europa „wettbewerbsfähig“ aufzustellen? Hierzu wird Dr. Laitenberger einleiten und anschließend in einem vom Europa-Union-Kreisvorsitzenden Harm Adam moderierten Bürgerdialog mit den Zuhörerinnen und Zuhörern auch über die zukünftige institutionelle und politische Ausrichtung der Europäischen Union diskutieren. 

Dem Europagespräch schließt sich ein Empfang im Restaurant Bullerjahn an. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Europa-Union Deutschland e. V. durchgeführt.

07.09.2018

Europaabgeordneter Dr. Andrey Kovatchev spricht am 13.09.2018 zu "Europa verstehen – der Beitrag Bulgariens für die Zukunft der Europäischen Union“

Liebe Vertreter der regionalen Medien,

die überparteiliche Europa-Union im Göttinger Kreisverband lädt zu einem öffentlichen "Europagespräch" am Donnerstag, den 13. September 2018, um 19.30 Uhr in den großen Gemeindesaal der Evangelisch-reformierten Gemeinde in Göttingen, Untere Karspüle 11, ein. Zu dem Thema „Europa verstehen – der Beitrag Bulgariens für die Zukunft der Europäischen Union“ spricht der bulgarische Europaabgeordnete Dr. Andrey Kovatchev.

Der an der Universität des Saarlandes promovierte Biologe Kovatchev gehört dem Europäischen Parlament für die Regierungspartei GERB seit 2009 an und ist Mitglied des Parlamentspräsidiums sowie des einflussreichen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. In der Fraktion der Europäischen Volkspartei ist er stellvertretender Vorsitzender und nicht zuletzt auch stellvertretender Vorsitzender der Union Europäischer Föderalisten, deren deutsche Mitgliedsorganisation die Europa-Union Deutschland ist.

Bulgarien, seit 2007 Mitglied der Europäischen Union, hatte im 1. Halbjahr 2018  die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union inne. Nach der eigenen Agenda waren Schwerpunkt u.a. wirtschaftliche und soziale Annäherung und Zusammenhalt, verstärkt fokussiert auf den nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen, die künftige Kohäsionspolitik, die gemeinsame Landwirtschaftspolitik sowie die Wirtschafts- und Währungsunion; Stabilität und Sicherheit in Europa: gemeinsame Lösungen für mehr Sicherheit an den EU-Außengrenzen, eine effizientere Steuerung des Migrationsprozesses, die Entwicklung der Grundfesten der Verteidigungsunion zusätzlich durch die Etablierung der ersten Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (PESCO) innerhalb der EU und europäische Perspektive und Integration der Westbalkanländen.

Mit Dr. Kovatchev spricht in Göttingen ein ausgewiesener Föderalist, der der Einschätzung widerspricht, die mittelosteuropäischen Demokratien seien auf dem Weg , sich zu ausnahmslos illiberalen Demokratien zu entwickeln. Er bekennt sich zu den Zielen einer besseren europäischen Zusammenarbeit in Strafsachen und im Kampf gegen Korruption und Extremismus und wird in Vortrag und Diskussion nicht zuletzt auch in der Debatte über die Zukunft der EU einschließlich institutioneller Fragen Stellung nehmen.<u5:p></u5:p>

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Für eine Vorankündigung der Veranstaltung wären wir Ihnen verbunden. Das beigefügte Photo ist für Zwecke der Ankündigung und Nachberichterstattung frei von Rechten Dritter. Weitere Informationen zum Lebenslauf sind in einer weiteren Datei angehängt. Rückfragen beantwortet der Kreisvorsitzende Harm Adam unter 0173 2917006.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Harm Adam

Europa-Union Deutschland Kreisverband Göttingen e.V.

Osterberg 16

37120 Bovenden

Tel.: +49-551-5471336 (dstl.)

          +49-551-5317666 (p.)

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Mail:  harm.adam(at)europa-union.de

Web: goettingen.europa-union.de

09.02.2018

Europa-Union setzt sich für den Europatag am 9. Mai als neuen gesetzlichen Feiertag für Norddeutschland ein

Die norddeutschen Landesverbände der überparteilichen Europa-Union aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein setzen sich übereinstimmend für den Europatag am 9. Mai als neuen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag ein. Dies haben sie auf einem gemeinsamen Treffen ihrer Vorstände am zurückliegenden Wochenende übereinstimmend erklärt. Schon heute wird der Europatag in der Europäischen Union einheitlich am 9. Mai eines jeden Kalenderjahres gefeiert. Nach Auffassung der norddeutschen Landesverbände kann die Stärkung des Feiertages als zusätzlicher arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag im Bewusstsein der Bevölkerung ein starkes Zeichen für den Europäischen Integrationsprozess setzen.

Mit dem Europatag wird schon bisher an die sogenannte Schumann-Erklärung und die damit verbundene Geburtsstunde der Europäischen Union erinnert. Am 9. Mai 1950 schlug der damalige französische Außenminister Robert Schumann namens der französischen Regierung vor, die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Hohen Behörde zu unterstellen, in einer Organisation, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offen stehen sollte. Die Erklärung war der Ausgangspunkt zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und legte die Grundlagen für den Prozess der Europäischen Integration, der – unabhängig vom Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954 – am 25. März 1957 in die Römischen Verträge d.h. in die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) mündete.

Für den Landesverband Niedersachsen erklärt dessen Vorsitzender Harm Adam, Rechtsanwalt aus Göttingen: „Die Erklärung des französischen Außenministers Robert Schumann vom 9. Mai 1950 leitete eine neue Ära der Zusammenarbeit und vertieften Integration in der europäischen Nachkriegspolitik ein. Der Europatag ist letztlich die „Geburtsurkunde“ der heutigen Europäischen Union.“ Weiter unterstreicht der Landesvorsitzende: „Mit unserer Anregung beziehen wir keine Stellung gegen andere Vorschläge, halten aber ein klares pro-europäisches und in die Zukunft gerichtetes Signal der norddeutschen Bundesländer in der Diskussion über einen zusätzlichen gesetzlichen arbeitsfreien Feiertag für ratsam. Der Europatag als gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag setzt ein Zeichen gegen populistische Tendenzen und eine nationalistische Abschottung der Gesellschaften in- und außerhalb Europas. Nur gemeinsam können wir Europäerinnen und Europäer Frieden und Wohlstand in- und außerhalb der Europäischen Union sichern.“

27.12.2017

Göttinger Europäer vereint in der Sorge über die Gefährdung des Rechtsstaats in Polen und anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

Mit tiefer Sorge verfolgen wir als Freunde und Partner Polens die Entwicklung unseres Nachbarlandes. Der verhängnisvolle Schritt der polnischen Regierung, ihre Justizreform durchzusetzen, ungeachtet aller Hinweise und Bemühungen der Europäischen Kommission, mündet nun erstmals seit der Konkretisierung des Rechtsstaatsmechanismus in ein Vertragsverletzungsverfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrages.

 

Niemand macht der polnischen Regierung das Recht streitig, ihr Justizsystem zu reformieren. Dieses Recht findet aber seine Grenze, wo die Unabhängigkeit der Justiz auf dem Spiel steht. Ohne unabhängige Justiz, ein unabhängiges Verfassungsgericht, unbeeinflusst von der Politik, kann ein Staat nicht als Rechtsstaat angesehen werden. Ohne Recht ist alles nichts, und Recht ist im europäischen Wertekanon ein hohes und unverzichtbares Gut.

 

Polen hat sich große historische Verdienste um die europäische Wiedervereinigung erworben. Auch deshalb wir sind traurig, sehen zu müssen, dass sich im Jahre 2017 die Aufspaltung Polens in eine europäisch orientierte und in eine nationalkonservative Richtung wiederholt, wie sie Polen schon im 19. Jahrhundert und in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts prägte. Ein Sieg der nationalkonservativen Richtung könnte – wie schon öfter in der polnischen Geschichte – fatale Folgen haben. Gleichwohl bleiben wir an der Seite Polens in dem Sinne, dass wir unsere Partnerschaften, unsere Austausche, unsere Netzwerke weiter im Sinne unserer guten, europäischen Nachbarschaft pflegen werden. Wir fühlen uns dem polnischen Volk verbunden und setzen darauf, dass die Generation, die mit den Vorteilen und Errungenschaften der europäischen Einigung aufgewachsen ist, den geschichtlichen Wert dieser Einigung nicht aufs Spiel setzen wird.

 

Schließlich verkennen wir nicht, dass es in einigen Mitgliedsstaaten Tendenzen gibt, den Rechtsstaat zu gefährden und politische Kontrolle im Namen des „Volkes“ anzustreben. Neben Ungarn nennen wir aus aktuellem Anlass Rumänien, wo die Regierungskoalition aus Postsozialisten und einer liberalen Kleinpartei unter anderem die Befugnisse der Antikorruptionsbehörde DNA und die Unabhängigkeit der Richter beschränken sowie die Unabhängigkeit der Staatsanwälte sogar ganz abschaffen, will. Mit Jean-Claude Juncker erklären wir: „Die Europäische Union ist kein Staat, aber sie ist ein Rechtsstaat!“

 

 

 

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Ältere Pressemitteilungen

PM: 70 Jahre Europa-Union Deutschland: 


Engagement für ein geeintes Europa wichtiger denn je

„Frieden, Freiheit und offene Grenzen: Was heute in Europa selbstverständlich scheint, war nach dem Grauen des zweiten Weltkriegs ein ferner Traum. Doch die Männer und Frauen, die im Dezember 1946 die Europa-Union ins Leben riefen, ließen sich nicht entmutigen“, erinnert Harm Adam, der Göttinger Europa-Union Kreisvorsitzende,  anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der überparteilichen Europa-Union Deutschland. „Unabhängig von Herkunft, Konfession oder Parteizugehörigkeit arbeiteten sie gemeinsam daran, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Heute sind wir gefordert, diese Vision zu verteidigen, das Erbe zu bewahren“, so Adam weiter.

Viele konkrete Forderungen der Europa-Union seien im Laufe der Jahre erfüllt worden, darunter die Abschaffung der Grenzkontrollen in Europa, die Direktwahl des Europäischen Parlaments und dessen kontinuierlicher Ausbau hin zu einer starken europäischen Volksvertretung. 

„Dem europäischen Einigungswerk verdankt Deutschland die längste Friedensperiode seiner Geschichte und eine nie gekannte wirtschaftliche Entwicklung“, betont Adam. „Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenwürde sind oberste Prinzipien der Europäischen Union. Dennoch sind Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in zahlreichen EU-Staaten heute in Gefahr“, warnt der Kreisvorsitzende. Vielerorts in Europa erlägen Menschen wieder der Versuchung des Nationalismus und der Abschottung. „Dabei bedürfen die großen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsamer Antworten. Um bei diesen Themen mitgestalten zu können, müssen die europäischen Staaten mit einer Stimme sprechen“, so Harm Adam.

Deshalb setze sich die Europa-Union gerade jetzt für eine noch weitreichendere politische Integration ein. „Die EU braucht eine gemeinsame Außenpolitik, die den Namen auch verdient. Noch dringender benötigt sie aber das Bekenntnis ihrer Bürgerinnen und Bürger zur europäischen Idee, einem solidarischen Miteinander und ihren freiheitlichen Grundwerten“ mahnt Harm Adam. Diese Überzeugung eine die 17.000 Mitglieder der Europa-Union Deutschland, der deutschen Sektion der Union Europäischer Föderalisten. „Das 70. Gründungsjubiläum ist uns im Kreisverband Ansporn, die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte zu verteidigen und die Begeisterung für unsere Vision von Europa zu den Menschen im Landkreis Göttingen zu tragen“, bekräftigt der Vorsitzende.

Das 70. Jubiläum der überparteilichen Europa-Union Deutschland wird am 9. Dezember an ihrem Gründungsort, im niedersächsischen Syke, gefeiert.

PM zum BREXIT: Erklärung der Europa-Union Deutschland Kreisverband Göttingen

Die Europa-Union bedauert das Votum der Briten, sieht den Brexit aber auch als Chance zur Reform der EU

Der Göttinger Kreisverband der überparteilichen Europa-Union bedauert die Entscheidung der britischen Bevölkerung, aus der EU auszutreten.  Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende Harm Adam, Kreistagsabgeordneter aus Bovenden: 

"Das knappe Ergebnis muss akzeptiert werden. Es muss jedoch von den 27 Mitgliedstaaten als Weckruf verstanden werden, dass ein Weiter so in der EU nicht möglich ist. Deshalb ist der Brexit Anlass zur Neubestimmung der Ziele der europäischen Einigung und bietet die Chance zur Reform der EU.  

Weite Teile der Bevölkerung (und dies gilt nicht nur für England) sind mit dem Zustand der EU unzufrieden. Die EU wird als bürokratisch, ihre Prozesse als langsam, komplex und intransparent empfunden. Hier müssen insbesondere die Mitgliedstaaten zu schnellerem gemeinsamen, dem Bürger verständlichen Handeln kommen, statt nationalen Egoismen zu frönen. Die eigentliche Krankheit ist die auffällige Schwäche der Debatte über Europa und europäische Entscheidungen innerhalb der einzelnen Mitgliedstaaten. Wir sollten alle gemeinsam  - die nationalen und regionalen Regierungen, die Gemeinden und die Zivilgesellschaft – den Bürgern den Mehrwert der Europäischen Union darlegen. 

Viel zu lange wurden die Erfolge  der EU der nationalen Politik und die Entscheidungen, die den Bürger eventuell ärgerten, nicht erklärt sondern Europa zugeschrieben – ohne deutlich zu machen, dass die eigene nationale Regierung im Rat wesentlicher Teil der Entscheidung war. Um den Trend des Vertrauens- und Identifikationsverlustes zu brechen, braucht es eine breite Debatte über den Nutzen von Europa und die mangelnden Möglichkeiten jedes einzelnen Mitgliedstaates, international gehört zu werden; jeder Mitgliedstaat ist in der heutigen multipolaren Welt politisch eine Mittelmacht. Hierzu sind Kompromisse erforderlich, die gemeinsam gefunden werden müssen. Das ist nicht leicht, aber gerade die Europa-Union betont bereits im Hertensteiner Programm von 1948, dass Streitigkeiten, die zwischen ihren Mitgliedern entstehen, im Rahmen der Europäischen Union geschlichtet werden sollen. 

Damals war kaum absehbar, dass europäische Einigungsweg zur Erfolgsgeschichte werden würde: Mehr als 70 Jahre Frieden auf dem Kontinent, Wohlstand durch den Binnenmarkt, offene Grenzen, der Euro als gemeinsame Währung, das direkt gewählte Europäische Parlament, Austauschprogramme für Studierende und Arbeitnehmer und vieles andere mehr sind Errungenschaften, die wir von den Europagegnern nicht in Gefahr gebracht werden dürfen. 

Das Ergebnis des britischen Referendums und auch die weit verbreitete Unzufriedenheit in vielen der anderen EU-Staaten machen jedoch auch deutlich, dass eine Kursbestimmung in der EU überfällig ist. Ziel muss es ein, deren Politik bürgernäher zu gestalten und den Menschen die Vorteile der EU  stärker zu verdeutlichen. Die Währungsunion muss zur Wirtschaftsunion weiterentwickelt werden, und die Rolle der EU in der Außen- und Sicherheitspolitik muss gestärkt werden. Es geht um mehr Gerechtigkeit und Solidarität, unter anderem um die Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem für jüngere Menschen, um sozialen Ausgleich, um eine bessere Flüchtlingspolitik und auch um die Schließung von Steuerschlupflöchern innerhalb und außerhalb der EU. 

Die Europa Union Göttingen fordert eine breite öffentliche Debatte über die Zukunft der EU. Die großen Herausforderungen, vor denen Europa steht, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Überwindung der Arbeitslosigkeit, die Energiewende, die Vermeidung einer Klima-Katastrophe  ebenso wie das Flüchtlings- und das Terrorismusproblem können nur durch gemeinsames Handeln gemeistert werden."

 

 

PM zum Europatag 2016 am 09.05.2016– Einstehen für europäische Werte!

„Nationalismus und die Angst vor Fremdem haben zu den schwärzesten Kapiteln in der deutschen und europäischen Geschichte geführt“, erinnert Harm Adam, Kreisvorsitzender der Europa-Union Göttingen anlässlich des Europatages am 9. Mai. „Im vereinten Europa sind Generationen von Menschen herangewachsen, für die Frieden und Wohlstand selbstverständlich sind. Das ist ein großes Glück. Dennoch dürfen wir niemals vergessen, woher wir kommen“, mahnt Adam. Die derzeit wiedererstarkten national-chauvinistischen Parteien und Bewegungen in Europa stellten eine große Gefahr dar.

„Es steht nichts Geringeres auf dem Spiel als Europas Zugehörigkeit zur westlichen Wertegemeinschaft“, warnt Harm Adam. „In den europäischen Verträgen haben sich die EU-Mitgliedstaaten zur Achtung der Menschwürde, zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet. Die Europäische Grundrechtecharta garantiert Meinungs- und Religionsfreiheit, Gleichberechtigung und die Freiheit der Medien“ erinnert Nachname.

„Es liegt auch an uns Bürgerinnen und Bürgern, diese Werte zu verteidigen. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass Vielfalt, Toleranz und Solidarität in Deutschland und Europa gelebt werden“, sagt der Vorsitzende der Göttinger Europa-Union. „Dazu gehört auch, in unserem alltäglichen Umfeld Vorurteile nicht unwidersprochen zu lassen und populistische Parolen mit Argumenten zu entkräften“, so Adam.

Ein klares Bekenntnis zu Europa und seinen Werten setzte die Europa-Union Deutschland bei ihrem 61. Bundeskongress am 16./17. April in Dresden. Unter dem Motto „Herausforderungen meistern, Errungenschaften bewahren, Grundwerte verteidigen“ forderte der Verband ein klares Bekenntnis für Presse- und Meinungsfreiheit im Dialog mit Partnerländern der EU und begrüßte die neuen Mechanismen zur Überprüfung der Rechtsstaatlichkeit in den EU-Mitgliedstaaten.

 

 

PM 19.09.2013: Vortrag zu "Netzneutralität für die Europäische Informationsgesellschaft" am 27. September 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

die überparteiliche Europa-Union lädt in Kooperation mit dem Europäischen Informations-Zentrum (EIZ)  Niedersachsen zu einem „Göttinger Europagespräch“  zu dem Thema „Netzneutralität in der Europäischen Informationsgesellschaft“ ein. Am Freitag, den 27. September 2013 spricht um 19 Uhr im Alfred-Hessel-Saal des Historischen Gebäudes der SUB (Paulinerkirche), Papendiek 14, Göttingen, der renommierte Göttinger Kartellrechtler Prof. Dr. Torsten Körber.

Bereits im vergangenen Jahr befasste sich der Veranstalter in einer Podiumsdiskussion mit Parteivertretern mit deren Forderungen an eine „Europäische Netz- und Datenschutzpolitik“.  Einigkeit bestand seinerzeit, dass zu den grundlegenden Fragen der Netzpolitik unter dem Vorzeichen der „Freiheit im Internet“ auch die Netzneutralität zählt. Ihr Begriff meint die gleichberechtigte Übermittlung von Datenpaketen im Internet. Die Europäische Union bekennt sich zu diesem politischen Ziel und hält die nationalen Regulierungsbehörden an, die Transparenz in der Netzwirtschaft zu stärken und die Behinderung oder Verlangsamung des Internetverkehrs zu verhindern.

Dennoch sorgen sich nicht nur aufmerksame Netzpolitiker aus aktuellem Anlass um die Zukunft der freien Kommunikation und freien Märkte insbesondere  im Bereich der Breitbandversorgung. So kündigte die Deutsche Telekom an, ihren Kunden ab dem 2. Mai 2013 ab bestimmten Datenübertragungsmengen den Internetzugang auf eine langsame Geschwindigkeit zu drosseln. Droht durch diese und andere Maßnahmen eine Einschränkung der Freiheit im Internet? Besteht Handlungsbedarf für die Regulierungsbehörden? Sollte die Politik ein „Recht auf Flatrate“ konstituieren?  Das sind die Ausgangspunkte des Vortrages und einer sicher lebendigen Diskussion.

Einer Anmeldung zu der Veranstaltung, bedarf es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Harm Adam

 

PM 20.06.2013: Mitgliederversammlung erweitert Vorstand und verzeichnet eine ungebrochen positive Mitgliederentwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Göttinger Kreisverband der überparteilichen Europa-Union verzeichnet eine ungebrochen dynamische Mitgliederentwicklung. Der einstimmig als Vorsitzender bestätigte Bovender Rechtsanwalt und Kreistagsabgeordnete Harm Adam konnte am vergangenen Dienstag vor gut 50 Mitgliedern und Gästen berichten, dass allein im 1. Halbjahr 2013 25 Neumitglieder geworben wurden und der Kreisverband mit 187 Mitgliedern zwischenzeitlich zum mitgliederstärksten niedersächsischen Verband avanciert sei. Mithin sei es bis zu dem Ziel, bis zu der Europawahl am 25. Mai 2014 im Landkreis Göttingen mehr als 200 proeuropäisch Gesinnte für die Mitgliedschaft in der 1934 in der Schweiz gegründeten und der Union Europäischer Föderalisten angeschlossenen Bürgerinitiative zu gewinnen, nicht mehr weit.

Alle Vorstands- und Delegiertenwahlen erfolgten einstimmig. Neben dem Christdemokraten Adam sind der Sozialdemokrat Friedhelm Hesse und der grüne Ratsherr  Sascha Völkening stv. Vorsitzende. Die parteilosen Christoph Ziems und Rolf Hammerath amtieren weiter als Schriftführer bzw. Schatzmeister. Als Beisitzer fungieren Karl Drewes, Gerhard Lindemann, Yonas Schifferau, Hartwig, Ubben, Otto Arwed Worm, Sigrid Jacobi, Stefan Klute und Walfried Tschauder. Damit sind wir je drei ausgewiesene Christdemokraten, Sozialdemokraten und Parteilose sowie je zwei Grüne und Liberale Mitglieder des erweiterten Kreisvorstandes. Eine Verjüngung konnte durch Eintritt von drei Jungen Europäischen Föderalisten in den Kreisvorstand erreicht werden. Die Göttinger Europa-Union dokumentiert damit ihre breite Verankerung in den proeuropäisch ausgerichteten demokratischen Parteien und gesellschaftlichen Gruppen, die unter anderem auch bezwecken soll, der immer wieder mit Forderungen nach einer Renationalisierung verbundenen „(Euro)paskepsis“ entgegen zu wirken.

Nachdem der angekündigte Referent zur politischen Situation in Ungarn aufgrund unvorhergesehener zusätzlicher Verspätungen der Bahn Göttingen nicht erreichte, entspann sich auf ein Statement des Ehrenvorsitzenden und Türkei-Kenners Dr. Josef Ackermann eine kontroverse Diskussion zu der Frage, ob die Türkei trotz der aktuellen Konfrontation zwischen säkularen Bevölkerungsgruppen und der islamisch geprägten Obrigkeit weiter eine Beitrittsperspektive zur Europäischen Union besitzt. Dr. Ackermann erkannte in dem Umstand, dass das Militär nicht mehr die einst dominierende Rolle habe, der aktuellen Krise mit nicht hinnehmbaren Verletzungen elementarer Menschen- und Bürgerrechte auch positive Gesichtspunkte ab. Weitere Beiträge befassten sich mit der absehbaren Erweiterung der EU, die in einem Europa der mehreren Geschwindigkeiten einer Vertiefung der politischen Zusammenarbeit zwischen den Staaten, die dies anstreben, nicht im Wege stehen dürfe.

Bis September 2013 stehen folgende Veranstaltungen auf dem Terminkalender:

Am 7. August 2013 wird das Referat zu dem brisanten Thema "Ungarns Menschen - Rechte und Menschenrechte"  ab 19 Uhr in der Bibliothek der Kanzlei Menge Noack, Robert-Koch-Straße 2, 37075 Göttingen, nachgeholt. Hierzu wird der  langjährige Auslandkorrespondent und aktuelle Herausgeber sowie Chefredakteur des Informationsportals EurActiv.de, der gebürtige Österreicher Ewald König, vortragen. In Ungarn schränken durch verfassungsändernde Mehrheiten demokratisch legitimierte Parlamentsentscheidungen die Bürger- und Menschenrechte zunehmend ein. Wie können und sollen wir reagieren?

Am Freitag, den 27. September 2013, wird ab 19 Uhr der Göttinger Wettbewerbsrechtler Prof. Dr. Torsten Körber in der Paulinerkirche zu dem Thema „Netzneutralität für die europäische Informationsgesellschaft“ sprechen. Bei dieser Veranstaltung wird sich ein Empfang auf Einladung des Kooperationspartners, des Europäischen Informations-Zentrums (EIZ) Niedersachsen, anschließen.

Für eine Berichterstattung in den regionalen Medien wären wird dankbar. Photos des Kreisvorsitzenden und der in der Versammlung anwesenden neuen Kreisvorstandsmitglieder sind angehängt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Harm Adam

 

PM 13.06.2013: Europa-Union KV Göttingen: Vortrag zur politischen Situation in Ungarn am 18. Juni 2013 - "Ungarns Menschen - Rechte und Menschenrechte"

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Göttinger Kreisverband der überparteilichen Europa-Union Deutschland befasst sich mit der aktuellen politischen Situation in Ungarn. Im Rahmen seiner öffentlichen Mitgliederversammlung, die am Dienstag, den 18. Juni 2013, ab 19 Uhr in der Scharwache des Bullerjahn im Alten Rathskeller, Markt 9, Göttingen, stattfindet, wird der österreichische Journalist und Publizist Ewald zu dem Thema "Ungarns Menschen - Rechte und Menschenrechte" sprechen. König ist  langjähriger Auslandkorrespondent österreichischer Medien in Berlin und aktuell Herausgeber sowie Chefredakteur des Informationsportals EurActiv.de. In Ungarn schränken durch verfassungsändernde Mehrheiten demokratisch legitimierte Parlamentsentscheidungen die Bürger- und Menschenrechte zunehmend ein. Wie können und sollen wir reagieren? Das sind die Fragestellungen, die Anlass für eine rege Diskussion nach dem Einführungsstatement des Referenten bieten.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung werden nach dem Vortrag Vorstands- und Delegiertenwahlen abgewickelt.

Für eine Vorankündigung in den Medien wären wir dankbar. Rückfragen sind an den Kreisvorsitzenden zu richten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Harm Adam

 

PM 30.05.2013:Europagespräch am 6. Juni 2013 mit bekanntem Schriftsteller Eginald Schlattner zu "Rumänien - Demokratie in Gefahr?"

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Göttinger Kreisverband der parteiunabhängigen Europa-Union setzt die Reihe seiner Europagespräche zu aktuellen europapolitischen Themen fort. Zu einer Veranstaltung „Rumänien – Demokratie in Gefahr?“  laden wir für Donnerstag, den 6. Juni 2013, 19.30 Uhr, in den großen Gemeindesaal der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis, Am Johanniskirchhof 2, 37073 Göttingen, ein. Der in Siebenbürgen wohnhafte rumäniendeutsche Schriftsteller Eginald Schlattner, von Haus aus evangelischer Theologe, wird zu den nach wie vor bedenklichen gesellschaftlichen Verhältnissen in Rumänien referieren.

Schlattner, über seine Pensionierung hinaus Gefängnispfarrer und Pastor einer nicht mehr vorhandenen Gemeinde in Siebenbürgen, hat in seinen drei bisher erschienenen Romanen (Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel), von denen zwei bereits verfilmt wurden, in autobiographisch angelehnter Art das Leben der Volksgruppen, besonders aber der deutschen Volksgruppe, im Raum Siebenbürgen zwischen den Jahren 1943 und dem Ende der 1950er Jahre behandelt.

Die persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen machen unseren Gast zu einem glaubwürdigen Zeitzeugen, der aus der Distanz des politisch denkenden Theologen und Intellektuellen eindrucksvolle Schlaglichter auf den Zustand der rumänischen Gesellschaft heute werfen wird.

Ein Empfang schließt sich in der Scharwache des Bullerjahn im Alten Rathskeller an und bietet die Möglichkeit, sich über den Vortrag und andere europapolitische Themen auszutauschen.

Das von Herrn Schlattner zur Verwertung im Rahmen dieser Pressemitteilung bzw. Veranstaltungsankündigung freigegebene Photo zeigt den Referenten in "seiner" alten romanischen Gemeindekirche  in Rothberg im traditionellen Mantel der Siebenbürger Sachsen.

Für eine Berücksichtigung dieser Pressemitteilung im Rahmen Ihrer Berichterstattung wären wir dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Harm Adam